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Pfahlbauten: UNESCO-Welterbe

Die Serie Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen umfasst eine Auswahl von 111 der beinahe 1000 bekannten archäologischen Pfahlbaustationen in sechs Ländern um die Alpen (Schweiz, Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Slowenien). Die serielle Kandidatur setzt sich zusammen aus den Resten von prähistorischen Pfahlbausiedlungen aus der Zeit von 5000 bis 500 v.Chr., die sich unter Wasser, an See- und Flussufern sowie in Feuchtgebieten befinden. Die Pfahlbauten liefern aussergewöhnliche Erhaltungsbedingungen für organische Materialien wie Holz, Textilien, pflanzliche Reste oder Knochen.

Dank dem ausserordentlichen Fundreichtum liefern die Pfahlbauten präzise und detaillierte Erkenntnisse der Welt der frühen Bauern Europas – deren Alltagsleben, Landwirtschaft, Viehzucht und technische Innovationen. Dank der ausserordentlich genauen Datierungsmöglichkeit der Reste hölzerner Architekturelemente (Dendrochronologie), können vollständige prähistorische Dörfer und ihre räumliche Entwicklung über sehr lange Zeit verfolgt werden. Die Pfahlbauten stellen daher die besten archäologischen Quellen für prähistorische Siedlungen dar.