Ablauf

Erste Ideen für eine Welterbekandidatur der Pfahlbauten wurden bereits im Jahr 2003 in der Schweiz erörtert. Nachdem das Projekt 2004 auf die Schweizer liste indicatif gesetzt wurde, nahm die Schweiz offizielle Kontakte mit andern Staaten auf. Zwischen 2007 und 2010 stellten die sechs beteiligten Staaten gemäss Operational Guidelines das Nominationsdossier zusammen.

Dieses Nominationsdossier Prehistoric Pile Dwellings around the Alps wurde im Januar 2010 bei der UNESCO eingereicht. Gleichzeitig setzten die beteiligten Staaten eine internationale Managementvereinbarung in Kraft. Das erste Treffen der internationalen Koordinationsgruppe fand in Ljubljana am 4. Mai 2010 statt.

Die Kandidatur wird bis Mai 2011 bei einer von der UNESCO beauftragten Organisation geprüft. In diesem Fall beauftragte ICOMOS eine Expertin für die Evaluation. Diese Expertin besuchte die Pfahlbaustationen im September und Oktober 2010 und verfasste einen Bericht.

Mit Brief vom 14. Dezember 2010, bat ICOMOS um die Klärung verschiedener Fragen (Ergänzende Informationen), vor allem betreffend Beitrag jeder einzelnen Fundstelle zum übergeordneten, aussergewöhnlichen, universellen Wert. Diese ergänzenden Informationen wurden in Paris zusammen mit einer reduzierten Liste von 111 Fundstellen und dem überarbeiteten Managementplan Version 2.0 Ende Februar 2011 eingereicht.

Im Mai empfahl ICOMOS die Kandidatur zur Einschreibung auf die Liste des Welterbes.

Der 24. Juni, sind die prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen auf die Liste des Welterbes an der anlässlich der 35. Sitzung in Paris 19 bis 29 Juni 2011 eingeschrieben worden.