CH-LU-06

Tauchkontrollgang 2014 © Kantonsarchäologie Luzern

  Sursee  |     Halbinsel

Kurzbeschreibung
Die Ufersiedlungen kamen bei der Absenkung des Sempachersees 1806 zum Vorschein. Anschliessend konnten zahlreiche Funde geborgen werden, darunter mehrere Bronzedepots. Auf der Zellmoos-Halbinsel wurden im frühen 19. Jahrhundert Sondierungen durchgeführt. 1941 wurde im Zuge eines Bauaushubs eine grosse Menge an Fundmaterial geborgen. Grabungen wurden 1991 und 2005-2008 vorgenommen und ergaben Siedlungsschichten der Cortaillod-Kultur, der Frühbronzezeit und der Spätbronzezeit. Aus der Spätbronzezeit wurden ebenerdig angelegte Gebäude mit Steinböden und Öfen freigelegt. Im Bereich des Gammainseli ergaben Tauchprospektionen und Bohrungen drei Siedlungsschichten und ein grosses Pfahlfeld der Spätbronzezeit, sowie neolithische Lesefunde

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gsk.ch / Kunstführer "Die Pfahlbauten der Schweiz" (2017)

Jungsteinzeit / Bronzezeit

4000 – 800 v. Chr

Sempachersee

504 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle 3,55 ha / ca. 5 Fussballfelder

Größe Pufferzone 67,78 ha / ca. 95 Fussballfelder

Besonderheiten und Highlights
Das ausserordentlich reichhaltige Fundmaterial umfasst u.a. viele Bronzefunde, darunter ein Depot mit zahlreichen Armringen, wie auch importierte Perlen aus Glas und Bernstein.

Aus einer spätbronzezeitliche Siedlungsschicht (1055 und 800 v.Chr.)stammen einmalige Hausgrundrisse und den bis anhin einzigen Ofen der Schweiz aus dieser Zeit. Foto Grabung 2007 © Kantonsarchäologie Luzern

Pfahlbauten hautnah
Die Fundstelle ist nicht sichtbar. Eine Tafel informiert vor Ort.