CH-FR-03
Greng, | Spitz
Kurzbeschreibung
Die Spitze der Halbinsel Greng umfasst vier Fundstellen aus der mittleren Jungsteinzeit, der späten Jungsteinzeit und der späten Bronzezeit. Letztere ist seit 1888 bekannt und erstreckt sich am Ende der Landzunge, sowohl auf dem Festland als auch im See. Sie ist aufgrund der Absenkung des Seewasserspiegels der Drei-Seen-Region einer starken Erosion durch den See ausgesetzt. Die ersten Vermessungen der Pfähle fanden 1921 statt. Seitdem wurden Schutzmassnahmen am Ufer durchgeführt und 2014 und 2015 topografische Vermessungen vorgenommen. Die Fundstellen aus der mittleren Jungsteinzeit erstrecken sich im Süden und Westen unter dem Schilfgürtel und sind ebenfalls von Erosion betroffen. Die Besiedlung aus der späten Jungsteinzeit im Südosten wurde durch die 1865 durchgeführten Baggerarbeiten gestört.
Besonderheiten & Highlights
Südwestlich der Fundstelle befinden sich unter zwei Metern Wasser zwei kreisförmige Kieselsteinhügel sowie Pfähle einer vierten, bisher unbekannten Pfahlbausiedlung. Die Funktion der Kieselkreise, die vermutlich mit den nahe gelegenen Pfahlbauten in Verbindung stehen, ist noch unbekannt, aber man könnte eine Parallele zu einer Reihe von mehr als hundert kreisförmigen Kieselablagerungen ziehen, die im Kanton Thurgau am südwestlichen Ufer des Bodensees unter Wasser entdeckt wurden und möglicherweise kultischen Zwecken dienten?
Jungsteinzeit / Bronzezeit
Mittelneolithikum (3864 - 3820 v. Chr.), Späte Bronzezeit (1065 - 954 v. Chr.)
Murtensee
429 m.ü.N.N.
Größe Fundstelle:
7,69 ha / ca. 11 Fussballfelder
Größe Pufferzone:
7,30 ha / ca. 10 Fussballfelder