Seeuferstation in der Gemeinde Collonge-Bellerive; in rot: Bellerive I (Späte Bronzezeit/UNESCO Fundstelle), in gelb: Bellerive II (Endneolithikum, assozierte Fundstelle) © Geodaten: SITG Genève, Grafik: P. Corboud

CH-GE-01

 Collonge Bellerive,  |   Bellerive

Beschreibung

Diese weitläufige Fundstelle erstreckt sich über eine Fläche von 390 x 95 m in einer Wassertiefe von mehr als 3 m. Die archäologische Schicht ist sehr gut erhalten und erstreckt sich über eine Länge von etwa 200 m. Sie beschränkt sich auf den am weitesten vom Ufer entfernten Teil der Fundstelle. Die Pfähle sind sehr dicht, ebenso wie die archäologischen Funde, die an der Erosionskante der anthropogenen Schicht sichtbar sind. In allen archäologischen Bereichen ist ein Ténevière (ein vom Menschen angelegter Kieselstrand) vorhanden. Die archäologische Schicht fällt in drei Stufen zum See hin ab. Die Pfähle und Schichten sind zum See hin besser erhalten als zum Ufer. Eine zweite, kleinere und stark erodierte Fundstelle befindet sich in Ufernähe (Bellerive II). Sie stammt aus der späten Jungsteinzeit.
Weitere Informationen finden sich im Historischen Lexikon der Schweiz HLS.

Besonderheiten & Highlights
Es handelt sich um die am besten erhaltene Pfahlbausiedlung aus der späten Bronzezeit am Schweizer Ufer des Petit-Lac. Sie erstreckt sich am Ostufer, etwa 170 m vom Ufer entfernt, auf Höhe der Anlegestelle von Bellerive.

Pfahlbauten hautnah
Die archäologischen Funde, die in Genf am Ufer des Genfer Sees gesammelt wurden, sind im Musée d'art et d'histoire de Genève ausgestellt.

Musée d’art et d’histoire
Rue Charles-Galland 2
1206 Genève
+41 22 418 26 00
zur Webseite

Bronzezeit

Späte Bronzezeit, zwischen 998 und 880 v. Chr.

Genfersee

367-369 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle:

2,40 ha / ca. 3 Fussballfelder

Größe Pufferzone:

13,50 ha / ca. 19 Fussballfelder

Korbboden aus Haselnusszweigen von der Fundstelle Bellerive I. Späte Bronzezeit © Musée d’art et d’histoire Genève, Françoise Burri