CH-GE-02
Corsier, | Port
Beschreibung
Die Pfahlbausiedlung von Corsier-Port liegt in einer weitläufigen Bucht am östlichen Ufer des Petit-Lac. Die am besten erhaltene Besiedlungsphase wird der mittleren Jungsteinzeit zugeordnet, der klassischen Cortaillod-Kultur, mit einer archäologischen Schicht, die reich an Funden und organischen Überresten ist. Die beiden folgenden Besiedlungsphasen (Spätneolithikum und frühe Bronzezeit) lassen sich nur anhand der Verteilung des erodierten archäologischen Materials nachweisen. Die späte Bronzezeit erstreckt sich über die gesamte Fläche der Fundstelle, aber die Pfähle sind nur im oberen Bereich erhalten geblieben, wo die archäologische Schicht vollständig verschwunden ist.
Die Fundstelle Corsier-Port, früher auch La Gabiule genannt, wurde 1858 entdeckt. Die jüngsten Forschungen begannen 1978 im Anschluss an das Projekt zum Bau eines Yachthafens. Die Prospektionskampagnen dauerten bis 1981. Anhand von Oberflächenbeobachtungen konnte die Organisation der Siedlung nachvollzogen und die verschiedenen Besiedlungsflächen abgegrenzt werden. Derzeit steht die Fundstelle unter Schutz, muss jedoch kontinuierlich überwacht werden.
Weitere Informationen finden Sie im Historischen Lexikon der Schweiz HLS.
Besonderheiten & Highlights
Es ist die einzige Seeufersiedlung am Genfer See für die vier Besiedlungsphasen identifiziert wurden, d. h. alle bekannten Perioden der Besiedlung der Sees.
Pfahlbauten hautnah
Die archäologischen Funde, die in Genf am Ufer des Genfer Sees gesammelt wurden, sind im Musée d'art et d'histoire de Genève ausgestellt.
Musée d’art et d’histoire
Rue Charles-Galland 2
1206 Genève
+41 22 418 26 00
zur Webseite
Jungsteinzeit / Bronzezeit
Mittelneolithikum (3856 v. Chr. ), Endneolithikum, Frühe und Späte Bronzezeit (891-850 v. Chr.)
Genfersee
368-369 m.ü.N.N.
Größe Fundstelle:
1,94 ha / ca. 3 Fussballplätze
Größe Pufferzone:
8,69 ha / ca. 12 Fussballplätze