Die Seeufersiedlungen der Bucht von Auvernier, in rot: die UNESCO-Fundstellen Les Gravier (G) und La Saunerie (S), in gelb: assoziierte Fundstellen der Gemeinde Auvernier © Geodaten : SITN Neuchâtel, Grafik: P. Corboud

CH-NE-07

 Auvernier,  |   Les Graviers

Kurzbeschreibung
Diese Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte Fundstelle befindet sich heute auf dem Festland und ist mit einer Aufschüttung bedeckt. Seit 1924 war sie Gegenstand mehrerer Ausgrabungen, denen 1973 und 1974 Rettungsmassnahmen folgten. Es lassen sich vier aufeinanderfolgende Besiedlungsphasen aus der Jungsteinzeit nachweisen. Es wurden Fundstücke aus der späten Mittelsteinzeit, Cortaillod vom Typ Port-Conty, entdeckt. Die späte Jungsteinzeit ist mit einer Besiedlung in Horgen (3159 bis 3054 v. Chr.), der Lüscherz-Kultur (2789 bis 2701 v. Chr.) und wahrscheinlich auch in Auvernier-Cordé vertreten. Die archäologische Schicht erreicht an einigen Stellen eine Tiefe von 1,2 m und wird durch Kieselsteinschichten (Tenevière) geschützt. Weiter südlich wurden 1974 bei Untersuchungen Besiedlungsspuren aus der Horgen- und Lüscherz-Kultur, aus der späten frühen Bronzezeit (1648 bis 1610 v. Chr.) und aus der späten Bronzezeit (1055 bis 944 v. Chr.) entdeckt.

Besonderheiten & Highlights
1924 führte Paul Vouga eine Untersuchung im Zentrum der Fundstelle durch und entdeckte dort eine Ansammlung von Webgewichten, weshalb er diesem Bereich den Namen „Weberhaus” gab. Vier archäologische Schichten wurden bereits identifiziert: Cortaillod vom Typ Port-Conty, Horgen, Lüscherz und Auvernier-Cordé.

Pfahlbauten hautnah
aktuell nur in französischer Sprache verfügbar
Das Inventar der Fundstellen auf dem Gebiet der Gemeinde Auvernier wird im Laténium aufgehoben.

Laténium, parc et musée d’archéologie
Espace Paul Vouga
2068 Hauterive
+41 32 889 69 10
latenium@ne.ch
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Jungsteinzeit / Bronzezeit

Mittel- und Eneolithikum, Frühe und Späte Bronzezeit

Neuenburgersee

428 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle:

0,57 ha / ca. 1 Fussballfeld

Größe Pufferzone:

2,13 ha / ca. 3 Fussballfelder

Pfahlfeld der Fundstelle Graviers während des Niedrigwassers 1891 © Laténium