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CH-SG-02

 Rapperswil Jona,  |   Technikum

Kurzbeschreibung
Die Fundstelle im Obersee wurde erst 1998 von Tauchern entdeckt. 1999, 2006 und 2011 erfolgten genauere Untersuchungen durch die archäologische Tauchequipe der Stadt Zürich. Die Siedlung von ca. 100 m Durchmesser liegt auf einer Untiefe, ehemals wohl auf einer kleinen Insel. Sie war von mehreren Palisadenreihen umgeben. Die Fläche von 3'000 bis 4'000 m2 macht sie zu einer der grossen Siedlungen der Frühbronzezeit im Alpenvorland. Sie weist mehrere Bauphasen auf und datiert in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts v.Chr. Nachgewiesen ist die Metallverarbeitung mit einer Gussform aus Speckstein für Rasiermesser eines alpinen Typs.

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Besonderheiten & Highlights
Bedeutung gewinnt die Siedlung durch ihre Gleichzeitigkeit mit den see-querenden Verkehrswegen von Hurden-Rosshorn nach Rapperswil. Die Siedlung Technikum könnte dabei die Rolle des kontrollierenden Brückenkopfs gespielt haben. Damit ist die Bedeutung des Verkehrs für die Geschichte der Region erstmals klar fassbar. Die Römersiedlung Kempraten und die mittelalterliche Stadt Rapperswil profitierten von derselben günstigen Verkehrslage. Heute, nach über 3'500 Jahren, ist der Verkehr zur Plage geworden.

Pfahlbauten hautnah
Die Funde sind im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen ausgestellt.

Kulturmuseum St.Gallen
Museumstrasse 50
CH-9000 St.Gallen
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Bronzezeit

2. Jahrtausend v. Chr.

Zürichsee / Obersee

404 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle:

0,92 ha / ca. 1 Fussballfeld

Größe Pufferzone:

42,10 ha / ca. 59 Fussballfelder