Die "Pfahlbauten" im Egelsee bei Gachnang-Niederwil während den Grabungen 1962/63.

CH-TG-04

 Gachnang Niederwil,  |   Egelsee

Kurzbeschreibung
Bereits 1862 entdeckte man beim Torfabbau am weitgehend verlandeten Egelsee Überreste einer neolithischen Siedlung. Nachfolgende Untersuchung brachten Hausgrundrisse mit gut erhaltenen, übereinanderliegenden Holzprügelböden zu Tage. 1962 und 1963 legte ein Team der Universität Groningen rund einen Drittel der bekannten Siedlungsfläche frei. Hier stehen etwa 30 Häuser in sechs Zeilen, dazwischen verlaufen schmale Gassen. Abfolgen der Holzböden und Schichtfolgen der Herdstellen zeigen, dass die Bauten von 3660 bis 3585 v. Chr. am gleichen Standort mehrfach erneuert worden sind.

Besonderheiten & Highlights
In Zusammenarbeit mit der Universität Groningen (NL) wurde die Pfahlbaufundstelle als eine der ersten interdisziplinär untersucht.

Pfahlbauten hautnah
Vor Ort informiert eine Tafel zur archäologischen Fundstelle.
Ausgewählte Funde sind im kantonalen Museum für Archäologie ausgestellt.

Museum für Archäologie Frauenfeld

Freie Strasse 24
8510 Frauenfeld
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Jungsteinzeit

3660–3585 v. Chr.

Torfmoor Egelsee

402 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle:

2,97 ha / ca. 4 Fussballfelder

Größe Pufferzone:

5,49 ha / ca. 8 Fussballfelder

Holzfunde, darunter ein Holm mit montierter Kupferklinge.