CH-VD-04
Chevroux, | Village
Kurzbeschreibung
Diese Fundstelle umfasst zwei aufeinanderfolgende Belegungsphasen, die der ausgehenden Jungsteinzeit zuzurechnen sind. Die frühe Phase, die der Horgener Kultur (3168-3035 v. Chr.) zugeordnet wird, nimmt den östlichen Teil (Chevroux 11) der Fundstelle ein. Der westliche Teil (Denévaraz-en-deçà) ist jüngeren Datums und wurde zwischen dem frühen Lüscherz (2917-2902 v. Chr.) und dem späten Lüscherz (2813-2652 v. Chr.) besiedelt. Eine zweite Phase, die dem Auvernier-Cordé (2640-2427 v. Chr.) angehört, lieferte zahlreiche Grüngesteinbeile. Das archäologische Material ist sehr reichhaltig und gut erhalten. Der von den Pfählen bedeckte Bereich erstreckt sich über eine größere Fläche als die anthropogenen Schichten. Sie ist eine der am besten erhaltenen Fundstellen im Seeufersiedlungskomplex der Gemeinde Chevroux.
Weitere Informationen zur Fundstelle finden sich im Historischen Lexikon der Schweiz
Besonderheiten & Highlights
Besonders bemerkenswert für das Eneolithikum ist an diesem Befund, dass die Siedlungsdynamik und die Erweiterung der Siedelfläche über einen Zeitraum von knapp sieben Jahrhunderten sichtbar ist.
Pfahlbauten hautnah
Die archäologischen Funde der im Kanton Waadt liegenden Fundstellen des Neuenburgersees sind im Musée cantonal d’archéologie et d’histoire in Lausanne ausgestellt.
Musée cantonal d'archéologie et d'histoire
Palais de Rumine
Place de la Riponne 6
1005 Lausanne
+41 21 316 34 30
zur Webseite
Jungsteinzeit
Eneolithikum, Horgen, Lüscherz und Auvernier-Cordé
Neuenburgersee
430 m.ü.N.N.
Größe Fundstelle:
1,54 ha / ca 2-3 Fussballplätze
Größe Pufferzone:
36,86 ha / ca. 53 Fussballplätze