CH-VD-11
Morges, | Les Roseaux
Kurzbeschreibung
Das Seeufersiedlung Les Roseaux liegt nordöstlich der Bucht von Morges und wird im Osten vom Bach Bief begrenzt. Sie erstreckt sich unterhalb einer Flachwasserzone auf einer leicht abfallenden Uferterrasse. Dieser Ort gab dem «Typ Roseaux» seinen Namen, der für reich verzierte Keramikbecher und Bronzebeile mit spatelförmiger Schneide steht. Es handelt sich um die am besten erhaltene Fundstelle aus der frühen Bronzezeit am Genfer See. Es ist eine der wenigen Siedlungen aus dieser Zeit, deren archäologische Schicht noch erhalten ist und die reichhaltige Keramikfunde enthält. Dendrochronologische Datierungen weisen auf mehrere Besiedlungsphasen hin, die sich über einen Zeitraum von mindestens 176 Jahren zwischen 1776 und etwa 1600 v. Chr. erstreckten, also fast die gesamte Zeit der frühen Bronzezeit am See. Eine noch jüngere Besiedlungsphase aus der späten Bronzezeit wurde etwas weiter entfernt von der Fundstelle identifiziert.
Weitere Informationen finden sich im Historischen Lexikon der Schweiz
Besonderheiten & Highlights
Weniger als zwei Kilometer weiter östlich befindet sich eine weitere Seeufersiedlung, die ebenfalls der frühen Bronzezeit zugeordnet wird: Préverenges / Préverenges I. Dort wurde eine spatelförmige Bronzeaxt gefunden, die möglicherweise aus derselben Form gegossen wurde wie eine Axt, die in Les Roseaux entdeckt wurde.
Pfahlbauten hautnah
Die archäologischen Funde, die Ufer des Genfer Sees im Kanton Waadt gesammelt wurden, sind im Kantonalen Museum für Archäologie und Geschichte in Lausanne ausgestellt.
Musée cantonal d'archéologie et d'histoire
Palais de Rumine
Place de la Riponne 6
1005 Lausanne
+41 21 316 34 30
zur Webseite
Bronzezeit
Frühe und Späte Bronzezeit,1776-1600 und um 1056-1042 v. Chr.
Genfersee
369-370 m.ü.N.N.
Größe Fundstelle:
0,86 ha / ca. 1 Fussballfeld
Größe Pufferzone:
8,19 ha / ca. 12 Fussballfelder