Luftbild der Fundstelle und Umgebung © O. Braasch / Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD)

DE-BW-09

 Sipplingen,  |   Sipplingen Osthafen

Kurzbeschreibung
Die Fundstelle wurde 1864/65 entdeckt und bereits damals als eine der größten Ufersiedlungen am Bodensee erkannt. 1929/30 wurden erste Forschungen in einem Caisson von H. Reinerth, Urgeschichtliches Forschungsinstitut Tübingen, durchgeführt. Erste taucharchäologische Prospektionen wurden durch Taucher der Stadtarchäologie Zürich in den späten 1970er Jahren durchgeführt, teilweise mit Unterstützung der Fritz-Thyssen-Stiftung und der[nbsp] Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Besonderheiten & Highlights
Die Fundstelle ist der am besten erhaltene prähistorische Siedlungskomplex am Bodensee. Bis zu drei Meter mächtige Kulturschichtabfolgen weisen vorragend erhaltene Hausbefunde, Textilien, Nahrungsreste und Knochen auf. Besonders wichtig ist die Station aufgrund der spätneolithischen Schichtfolge. Dank dieser Fundstelle konnten neue wissenschaftliche Einblicke in die Entwicklung von Siedlungsweise, Umwelt und Wirtschaft im Neolithikum gewonnen werden. Das Forschungspotenzial ist weiterhin groß.

Pfahlbauten hautnah
Die Fundstelle kann individuell erkundet werden.

Mehr Informationen und Kontakt unter:
Sammlung Regenscheit in der Tourist-Information Sipplingen
zur Webseite

Jungsteinzeit / Bronzezeit

3919-3653, 3316-3200, 3150-2855, 2666-2415 und 934 v. Chr.

Bodensee (Überlinger See)

394 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle:

4,61 ha / ca. 6 Fussballfelder

Größe Pufferzone:

6,23 ha / ca. 9 Fussballfelder

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