Luftaufnahme der Umgebung des Federsees in der die Fundstelle liegt © Landesamt für Denkmalpflege Baden Württemberg im Regierungspräsidium Stuttgart (LAD)

DE-BW-15

 Bad Buchau,  |   Siedlung Forschner

Kurzbeschreibung
Die „Siedlung Forschner“ liegt inmitten des südlichen Federseeriedes. Sie ist nach ihrem Entdecker, dem Biberacher Zahnarzt und Heimatforscher Heinrich Forschner, benannt, der bereits in den 1920er Jahren erste Sondagen durchführte. Nach Ausgrabungen in den 1950er Jahren durch E. Wall, folgten 1975 weitere Grabungen durch die Außenstelle Tübingen des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg. In Zusammenarbeit mit dem Württembergischen Landesmuseum und der Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden dann zwischen 1983 und 1989 umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Eine erste Siedlungsphase datiert in die Frühbronzezeit, mit einem zweiten Siedlungsschwerpunkt in der Mittelbronzezeit. Der größte Teil der Funde gehört zu der „Hügelgräber-Kultur“ und zeigt eine große Spannbreit von Fernkontakten.

Besonderheiten & Highlights
Diese außerordentlich leicht zu verteidigende Siedlung ist nördlich der Alpen die einzige, im Moor konservierte, befestigte Anlage der Mittelbronzezeit. Die Fundstelle repräsentiert eine einzigartige Siedlungsstruktur mit Parallelen im Donauraum. Große Teile der Ablagerungen leiben noch unberührt im Boden.

Pfahlbauten hautnah
Die Fundstelle kann individuell erkundet werden - ein beschildeter Pfad steht dafür vor Ort zur Verfügung

Federseemuseum
August-Gröber-Platz 2,
88422 Bad Buchau
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Landesmuseum Württemberg
Altes Schloss, Schillerpl. 6,
70173 Stuttgart
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Museum Biberach
Museumstraße 6,
88400 Biberach an der Riß
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Bronzezeit

1767-1730v. Chr., 1600 v. Chr. , 1519-1481v. Chr.

Federseeried

580 m.ü.N.N

Größe Fundstelle:

3,45 ha / ca. 5 Fussballfelder

Größe Pufferzone:

285,14 ha / ca. 399 Fussballfelder

Verschiedene Bronzefunde: Randleistenbeile, Lanzenspitze, Dolch, Gewandnadeln (von links nach rechts) und Drahtringe (links unten) © P. Frankenstein, H. Zwietasch / Landesmuseum Württemberg