IT-LM-01
Desenzano del Garda /Lonato del Garda (BS), | Lavagnone
Kurzbeschreibung
Der Lago di Lavagnone ist eines der kleinen, glazial entstandenen Becken, die für die Landschaft südlich des Gardasees typisch sind. Das Areal zeigt Spuren menschlicher Besiedlung aus dem Mesolithikum und Neolithikum. Belege für eine dauerhafte Besiedlung stammen aber erst aus der Bronzezeit, bis zum Ende des dritten Jahrtausends v. Chr. Dies entspricht der Polada-Kultur und der späten Polada-Periode der frühen Bronzezeit (2200-1600 v. Chr.) sowie der Terramare-Kultur der mittleren und späten Bronzezeit (1600-1200 v. Chr.).
Die derzeit laufenden Ausgrabungen (Universität Mailand) betreffen verschiedene Punkte des Beckens und haben eine Vielzahl unterschiedlicher Konstruktionsarten zutage gefördert: Häuser, die auf Plattformen errichtet sind und auf langen einzelnen Pfählen stehen, oder auf kürzeren Pfählen, die auf Pfahlschuhen stehen, Häuser, die auf Fundamenten gebaut wurden, oder auch Häuser, die direkt auf dem Boden mit einfachen gestampften Lehmböden errichtet wurden.
Besonderheiten & Highlights
Die in den 1970er Jahren durchgeführten Ausgrabungen haben einen Pflug zutage gebracht, der in die Frühbronzezeit datiert und zu den ältesten der Welt gehört.
Pfahlbauten hautnah
Die Fundstelle ist während der Ausgrabungen zugänglich
Die Fundstelle Lavagnone liegt südlich der Autobahn A4 und ist leicht von der Ausfahrt „Desenzano“ sowie vom Stadtzentrum aus zu erreichen, indem man den Schildern nach San Pietro-Centenaro auf der Via Grezze folgt und unmittelbar nach dem Restaurant „La Rossa“ rechts abbiegt. Von dort aus gibt es weitere Wegweiser zur Fundstelle.
Die Fundstelle ist auch vom Radweg Montichiari-Sirmione aus erreichbar, wobei man in Centenaro einen kurzen Umweg in nordwestlicher Richtung nehmen muss.
Museo Civico Archeologico „G. Rambotti“
Via Anelli, 42
25015 Desenzano del Garda (BS)
Museo +39 030 9144529 / Ufficio cultura 030.9994216
+39 030 9994275
museo@comune.desenzano.brescia.it
Bronzezeit
2200 - 1200 v. Chr.
Lavagnonebecken
111 m.ü.N.N.
Größe Fundstelle:
6,04 ha / ca. 8 Fussballfelder
Größe Pufferzone:
14,4 ha / ca. 20 Fussballfelder