Das Seeufer mit der Pfahlbaufundstelle © E20 Progetti Biella

IT-PM-01

 Viverone (BI) / Azeglio (TO),  |   VI.1-Emissario

Kurzbeschreibung
Das Fundament der Pfahlbausiedlung bestand aus nahezu fünftausend Pfählen, die etwa zwei Meter tief in den sandigen Grund des Sees gerammt wurden. Die derzeit laufende Analyse dieser Pfähle wird es ermöglichen zu verstehen, ob die Häuser im Wasser oder an Land gebaut wurden. Das Dorf hatte einen kreisförmigen Grundriss mit einem Durchmesser von siebzig Metern. Anhand der Ausrichtung der Pfähle lassen sich die Grundrisse von Hütten und umzäunten Bereichen erkennen, möglicherweise Orte, an denen Tiere gehalten wurden. Auf dem Seeboden wurden Bronzefunde in Befundkontext entdeckt, was es ermöglicht, zu rekonstruieren, wie die Frauen sich kleideten und wie die Krieger bewaffnet waren.

 

 

Besonderheiten & Highlights
Typisches und einzigartiges Beispiel einer Pfahlbausiedlung, die bedeutende Erkenntnisse für die Entwicklung der Architektur, einzelner Gebäude und Lebensräume hervorbrachte. Es ist ein wichtiger Fundort zum Verständnis der Beziehungen zwischen Norditalien und Mitteleuropa.

Pfahlbauten hautnah
Die Fundstelle kann nicht besucht oder mit motorisierten Booten erreicht werden. Auf dem gegenüberliegenden Ufer, in der Nähe der Gemeinde Viverone, ist eine Tafel installiert.

Musei Reali – Museo di Antichità,
piazzetta Reale 1,
Torino,
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Museo Civico “P.A.Garda”,
piazza Ottinetti,
Ivrea,
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Museo del Territorio Biellese,
via Quintino Sella 54/b,
Biella,
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Comune di Viverone - Centro di documentazione del Lago di Viverone,
via Umberto I 107,
Viverone,
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Bronzezeit

Mittlere Bronzezeit 1450 - 1400 v. Chr.

Lago di Viverone

230 m.ü.N.N.

Größe Fundstelle:

5,86 ha / ca. 8 Fussballfelder

Größe Pufferzone:

852,77 ha / ca. 1194 Fussballfelder

Dolch, Beil und Rasiermessr, Mittlere Bronzezeit © MiBACT Soprintendenza Archeologia Belle Arti e Paesaggio per la Città Metropolitana di Torino